tundra two

Namensgeber für den heutigen Beitrag ist mal wieder eine Klangsammlung der Firma spitfire audio, die mit ihrer Kollektion mit dem Titel tundra atmosphärische Klänge verteilt haben. Ich habe diese Klänge mit minimalistischen Anklängen an den von mir sehr geschätzten Minimal Komponisten Phil Glass kombiniert. Phil Glass ist für seine steten hypnotischen Arpeggien und plötzlichen metrischen wie harmonischen Wechsel weltberühmt geworden. Genau dies hören wir bei dem Stück „tundra two“.

tundra two


Das Beitragsbild führt einen in die Irre, denn es zeigt keinesfalls eine Tundra Landschaft. Dieses Bild entstand gerade letzte Woche beim Spaziergehen hier in der unmittelbaren Umgebung. Die Tundra zeichnet sich durch niedrige Temperaturen und geringe Niederschläge im Jahresmittel aus und ein üppiges Gerstenfeld wie fotografiert würde da nicht wachsen können. Die Grafik von der open.edu Website erläutert den Zusammenhang von Temperatur und Niederschlag.

choose an outside location

Im heutigen Beitrag gibt es zwar keine neue Musik, dafür aber alte Songs in neuen Schläuchen. Mein freundlicher Nachbar R. hat seinen filmischen Beitrag zur aktuellen Corona-Epidemie mit Klängen meiner vorletzten CD opia bzw, der CD so far away unterlegt.

Dabei werden folgende Stücke zur Untermalung des Filmes verwendet:

Das Beitragsbild zeigt meinen Computer auf dem Schreibtisch meines Arbeitsplatzes während er den Film abspielt.

social distancing (part 2)

Wir befinden mittlerweile fast in Woche 7 des Lockdowns aufgrund der Coronakrise. Ein Verhalten des Anpassens und Mitmachens wird von vielen Kreisen erwartet, wie das bewusste Abstandhalten, welches zu den Grundregeln des richtigen Verhaltens gezählt wird. Ab Montag gibt es die allgemeine Maskenpflicht, die noch vor einiger Zeit ausgeschlossen wurde. Das Thema „social distancing“ ist natürlich nicht ausgestanden. Nach meiner Einschätzung wird uns dies aufgrund von politischen Entscheidungen noch mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre begleiten müssen! Es würde mich auch freuen, wenn ich mit meiner Einschätzung daneben läge, sei es, weil die Forschung andere Dinge herausfindet, oder sei es, weil es bald ein Impfstoff gibt. Dies gilt aber als sehr unwahrscheinlich und viele klammern sich zur sehr an dieses Hoffnung.

In einem vorherigen Beitrag habe ich ja zu dem Thema schon etwas geschrieben. Es besteht weiterhin die Notwendigkeit des „social distancing“ aus epidemiologischer Sicht. Eine Folge davon ist ja die Tatsache, dass unsere Schüler nicht wie gewohnt in den Schulgebäuden unterrichtet werden dürfen, weil sie ja normalerweise in der Schule nicht genügend Abstand halten. Stattdessen wird versucht den Schülern ein digitales zugängliches Lernangebot zu unterbreiten, welches ein selbststrukturiertes Lernen in der heimischen Umgebung ermöglichen soll. Dies gelingt – im Einzelfall betrachtet – mal mehr oder weniger gut. Schule ist – wie sich in diesen Zeiten besonders herausstellt – vor allen Dingen ein Ort des „Sozialen Lernens“ und das sogenannte individuelle „Digitale Lernen“ kann dies bestenfalls nur teilweise bei inhaltlichen Lerninhalten ersetzten. An diesem Beispiel zeigt sich für mich besonders das Drama des „social distancing“.

social distancing (part 2)

Das Stück social distancing part 2 ist ein Remix des ursprünglichen Stückes social distancing (part 1). Das ursprüngliche Stück wird mit einem speziellen Sampleplugin der Firma Serato, die Software für DJs macht, in Einzelteile zerlegt und der Komponist bzw. DJ bestimmt, wie die Teile neu zusammengesetzt werden.

Das Beitragsbild zum Stück social distancing (part 1) habe ich daher bewusst verpixelt bzw. digitalisiert, wie dieser Effekt heißt, um so auf das digitale Lernen aufmerksam zu machen. Das digitale Lernen ist gegenüber einem sozialen Lernen auch fragmentiert bzw. verpixelt.

cd „so far away“

Am 08.10.2017 veröffentlichte ich den ersten Beitrag dieses blog mit dem Titel the legend. Am 19.04.2020 wird der heutige Beitrag der 114. sein und erst der zweite, der ohne eigenes neues Stück daher kommt, denn ich gebe das Erscheinen meiner zweiten CD so far away bekannt. Der Titel der CD ist gleichzeitig das Titelstück und sowohl namens- als auch covergebend. Hier ist eine Compilation aller Stücke der CD zu hören. Jedes Stück wird für 2 Minuten angespielt und dann folgt das nächste.

so far away compilation

Die letzten Tage ging meine zweite CD Auskopplung (compilation) mit minimalistischen Stücken bzw. Songs, die eher ruhiger sind, auf Sendung. Dies meint, dass diese CD bei allen bekannten Streaminganbietern und Diensten zum Erwerb für Musik über den digitalen Vertriebsweg aufrufbar ist. Hier gibt es einen Link zum hyperfollow pre-save. Ob ich diesmal auch eine Kleinserie herausbringe, damit ich meine Freundinnen und Freunde, die lieber Musik mittels eines CD Spielers hören, bedienen kann, bleibt noch abzuwarten. Bei der letzten CD – opia bzw. ein bisschen hören – bin ich diesen Weg gegangen. Wer bei den Diensten fündig werden will, findet mich u.a. unter der Suche: falkbossa • so far away:

Hier kann man die CD wieder als Audiodateien herunterladen und wer will, natürlich gerne selber als CD brennen. Über Spenden freue ich mich. Spenden, die mich in der Coronazeit erreichen, werden an Künstler weitergereicht, die ich gerne unterstützen will. Die CD Titel mit den entsprechend Links zu den Beiträgen zeigt die Seite CD.

mr. room (apollo edit)

Letztes Jahr gab es ein bemerkenswertes Jubiläum. Der erste bemannte Flug einer Mondlandung jährte sich zum fünfzigsten Mal. Es war der 20. Juli des Jahres 1969 als zwei der drei Astronauten der Apollo 11 Mission – Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin – den Trabanten betraten. Schon 22 Stunden später begann ihre geglückte Rückreise zur Erde. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als kleiner Junge unglaublich fasziniert das Spektakel medial mitverfolgte. Damals wurde überwiegend noch schwarz/weiß übertragen. In unserem Haushalt gab es auch nur einen Schwarz/Weiß-Fernseher. Zwar wurde 1967 das Farb-TV offiziell eingeführt, aber es vergingen noch viele Jahre bis 1. die meisten Sendungen in Farbe ausgestrahlt wurden und 2. sich in den Haushalten überhaupt ein Farb-TV durchgesetzt hatte.

Für die Übertragung des Ereignisses wurde in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten viel Aufwand betrieben und viel Sendezeit zur Verfügung gestellt. Begleitet wurden die Sendungen von führenden Wissenschaftsjournalisten ihrer Zeit. Anläßlich des Jubiläums haben die Rundfunkanstalten ihre Archive noch bis zum Juli geöffnet und man kann viele der Originalsendungen noch einmal nachverfolgen.

mr. room (apollo edit)


Das heutige Beitragstück ist ein Remix des Songs mr. room, welches ich vor einigen Monaten veröffentlichte. Der Song wurde zum einen mit Original-Samples aus dem Kontrollzentrum in Houston, zum zweiten mit elektronischen Beats und drittens mit einem überlangem Gitarrensolo ergänzt.

Das Beitragsbild ist eine klassische Collage aus einem Foto, welches ich in den Abendstunden aufnahm und ergänzt wurde durch ein gemeinfreies und zur Bearbeitung freigegebenes Bild des Mondes, welches die gezielte Suche bei Google Images ergab. Leider verfüge ich über keine Kamera, die annähernd eine geeignete Zoomfunktion besäße, um einen Vollmond in passender Größe abzubilden.

social distancing (part 1)

Kirchenmitteilung Duisburg

Es ploppen in letzter Zeit ja eine Menge „toller“ Begriffe auf, die im Zusammenhang mit der allgegenwärtigen Corona-Krise stehen. Social distancing ist ein solcher Begriff. Der Begriff kommt aus der Epidemiologen Sprache und bezeichnet die nicht-pharmazeutischen Maßnahmen zur Infektionskontrolle. Man versucht durch solche Maßnahmen die Ausbreitung einer Epidemie zu beeinflussen. Dieser schwere Eingriff in die Freiheitsrechte der Bevölkerung wird von deutlich mehr als über zwei Drittel der Menschen unterstützt. Legt man bestimme Rechenmodelle zu Grunde, kann sogar der Einsatz einer Smartphone-App so positive Effekte auf die Durchseuchungsgeschwindigkeit haben, dass ein solcher Schritt immer dringlicher gefordert wird. Hier spricht der NDR Corona Podcast (Handy-Apps können eine Perspektive bieten) eine deutliche Sprache. Dabei erklärt der mittlerweile bekannte Epidemiologe Christian Drosten die Zusammenhänge unprätentiös und nachvollziehbar. Hier könnte der Einsatz einer App in einer Kosten/Nutzen Abwägung mehr nutzen, als es schadet, Freiheitsrechte einzuschränken bzw. den persönlichen Datenschutz zu gefährden.

Ich habe bei diesem Stück ein neues Spitfireaudio Lab Instrument verwendet. Es ist ein Wurlitzer Electric-Piano Sound. In den 70er Jahren war dieses Electricpiano besonders populär und wurde von vielen bekannten Pop- und Rockgruppen der damaligen Zeit eingesetzt, u.a. von der Gruppe Doors. Den generativ erzeugten glockenähnlichen Pianoklängen werden einfache Linien mit Streicherklängen entgegengesetzt.

social distancing (part 1)


Das Beitragsbild habe ich vor 2011 in Duisburg an einer Kirche aufgenommen. Anscheinend wurde der Informationskasten nicht mehr aktualisiert und dient als Zeitzeuge vergangener Aktivitäten. Anscheinend hatten sich die Menschen so stark von der Kirche entfernt, dass die Informationen vergreisten.

corona – cocorona

Diese munteren, oder sollte man sagen, finsteren Gesellen stehen in Nachbars Garten. Plötzlich waren sie da. Plötzlich wurden sie von mir bemerkt. Für mich stehen sie symbolisch für etwas, was plötzlich über uns kommt bzw. gekommen ist, unerwartet. Und man weiß nicht genau, wie man es einzuordnen hat. Ich meine natürlich die weltergreifende Coronakrise. Diese Krise wird in vielerlei Hinsicht in die Geschichtsbücher eingehen, nicht zuletzt deshalb, weil bisher kein Ereignis soviel medialen Anklang gefunden hat. Es gibt Tage, das weiß ich nicht mehr, was ich dazu denken soll. Welche Haltung ich zu der ganzen Geschichte einnehmen kann und in der Konsequenz daraus, wie ich mich verhalten soll, welches Verhalten ich einschlagen sollte. Aber am schlimmsten empfinde ich mittlerweile die ständigen minutiösen Auflistungen von Fallzahlen, die im Minutentakt auf uns einströmen. Dies führt letztendlich zu einer kollektiven Hypnotisierung, die dafür sorgt, dass die Menschen in dieser Gesellschaft alles mit sich machen lassen, aus Sorge heraus innerhalb kürzester Zeit zu sterben.

corona – cocorona


Seit einigen Wochen ist von mir kein neuer Blogbeitrag veröffentlich worden. Auf die Gründe möchte ich nur mit einem Aspekt eingehen: Ich habe mich gefragt, ob ich eine sogenannte Schreibblockade habe. Diesen Ausdruck kennt man von Schriftstellern, die monate- bis jahrelang vor ihrem Schreibgerät sitzen und keinen einzigen Satz herausbringen. Ihr letzter Bestsellerroman liegt weit zurück. Da stieß ich auf diesen Artikel über den schottischen Autor Irvine Welsh, der einfach frech behauptet: „Schreibblockade, was für ein Schwachsinn!“ und einfach dieses vermeintliche Phänomen mit bloßer Inaktivität gar Faulheit abtut. Gut so!

Ich habe das Gefühl mich auch musikalisch mit der Krise zu beschäftigen zu müssen. Herausgekommen ist eine Stück in meinem geliebten Tempo von 120 Beats (vgl. Beitrag „opia“). Die Stimme des Refrains generiert ein Emvoice Vocalsynthesizer, die Stimme in den Strophen fand ich bei den BBC News auf Youtube. [Ich danke herzlich für die Ausleihe.] Erstmals Verwendung findet eine neue kleine Sammlung exotischer Trompentensamples von Spitfire Audio Labs, die mich stark an den legendären Trompeter Jon Hassel erinnern. Dazu in einem späteren Beitrag (hoffentlich) mehr. Die Glockenklänge sind generativ zusammengestellt und stammen von einem physical modeling Klangerzeuger.

digital scaling

Wenn man heutzutage Aufmerksamkeit erregen möchte, muss man sich breit aufstellen. In meinem Fall bedeutet dies, ich versuche meine Musik auf alle möglichen Kanälen zu präsentieren. Man kann das mit den schönen Worten digital scaling beschreiben. Wie die Grafik und die Tabelle zeigen, habe ich mit meiner Internetseite (wordpress blog) begonnen. Die Zahlen geben an, welche Distributionsart ich in welcher Reihenfolge hinzugenommen habe. Die Stücke werden als Audio-Files auch bei soundcloud und youtube veröffentlicht, wobei die Beitragsbilder jeweils auch das Coverbild ergeben. Die Beitragsbilder bekommen ihren Platz zusätzlich auf instagram. Für alle nicht Streaming-Freunde habe ich eine CD produziert, allerdings ist diese CD auch bei allen gängigen Streamingdiensten wie spotify, applemusic, googleplay und amazon music zu hören – mit der Ausnahme von zwei Stücken. In ferner Zukunft werde ich mein blog als e-book mit multimedialen Inhalten bei applebooks herausbringen.

timeline „digital scaling“
① blog.bossasworld (text, audio, image)
② soundcloud (audio)
③ instagram (image)
④ youtube (audio, image)
⑤ compact disc (audio)
⑥ streaming (audio)
⑦ geplant: applebook (text, audio, image)

Das Interesse an meinen Veröffentlichungen hält sich sehr in Grenzen. Bei soundcloud und youtube zähle ich ca. jeweils 1000 Zuhörer, bei spotify sind meine Stücke bislang 121 mal „gestreamt“ worden. Nur gut, dass ich nicht vom kommerziellen Erfolg meiner Musik leben muss, geschweige denn, dass ich davon eine Familie zu ernähren hätte. Trotzdem geht mein mediales Experiment weiter, es macht immer noch Freude.

digital scaling


Das Beitragsbild habe ich bei meiner letzten Stunde Krankengymnastik in einer Praxis fotografieren können. In einem Raum wurden zwei Patienten gleichzeitig behandelt und säuberlich durch einen Vorhang getrennt. Ich finde den Druck auf dem Vorhang sehr „abgefahren“, zeigt er fast alles, was für früher im Biologieunterricht zum Thema Leben im Tropfen unter dem Mikroskop entdecken durften.

spanish winter day

Der Titel „spanish winter day“ ist für ein Klavierstück nicht der ausgefallenste Titel , aber immerhin gibt er zwei Dinge korrekt wieder, die dem Stück eigen sind: Erstens wurde das Stück an einem Wintertag aufgenommen, zweitens erinnert mich die Melodie ein bisschen an die Einleitung des berühmten Stückes Spain von Chick Corea, und der hatte sich ja bekanntlich für seine Einleitung kräftig beim Adagio des zweiten Satzes von Rodrigos fantastischem Gitarrenkonzert bedient. Die Tonleiter, die allen drei Stücken gemein ist, ist die sogenannte phrygische Tonleiter oder auch bisweilen spanische Tonleiter genannt, die ihre charakteristische Klangfarbe unter anderem der kleinen Sekunde (b2) – also ein Halbtonschritt , am Anfang der Leiter – verdankt.


Ich habe lange kein Solo-Klavierstück mehr eingespielt, möchte aber in Zukunft wieder mehr in diese Richtung gehen. Der Computer diente in diesem Fall als reine Aufnahmehife, denn die Noten wurden nicht quantisiert. Für meine DAW habe ich noch nicht den letztendlichen Klavierklang gefunden, obwohl ich schon viele Klänge ausprobiert habe. Diesmal habe ich das Instrument radical piano benutzt.

Das Beitragsbild habe ich letzten Januar, während eines Spaziergangs aufgenommen. An diesem Morgen waren Teile der Landschaft mit wundervollen Eisblumen überzogen.

twelfth night

Der Begriff twelth night ist das englische Pendant für Rauhnächte. Die heutige Nacht macht dem Namen alle Ehre, ist doch die Landschaft in Raureif (nach neuer Rechtschreibung wahrhaftig richtig geschrieben) getaucht. Das heutige Beitragsbild wurde nach einer vergleichsweisen gleichen kalten Nacht am Neujahrstag 2017 im Habichtswald bei Bad Emstal aufgenommen. Von Neujahr sind wir ja nicht weit entfernt. Den sogenannten Rauhnächten werden unterschiedliche Bedeutungen zugesprochen. Ich denke, je nach Zeit und Region treffen das Eine oder Andere, oder auch ein Kombinationen der Bedeutungen zu. Sehr wahrscheinlich erscheint mir, dass die Rauhnächte die Zeit waren, um u.a. den Mondkalender mit 12 x 29,5 Tagen – die sogenannte Lunation – für einen Monat mit dem Sonnenkalender mit durchschnittlich 30,4 Tagen für einen Monat anzugleichen, da sich eine eine Differenz von ungefähr 11 bzw. 12 Tagen ergibt, je nachdem, wie gerechnet wird. Dieser Brauch fand vor allen Dingen vor der Christianisierung Anwendung. Daher werden die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr bzw. bis zum 5. oder 6. Januar auch als Tage Zwischen den Jahren bezeichnet, was für die Bedeutung des Kalederangleiches ja genau zutreffend wäre.

twelfth night


Man sollte sich das Stück „twelfth night“ unbedingt über eine richtige Anlage anhören, da die tiefen Töne entscheidend für den Gesamtklang und Höreindruck sind. Das Stück spiegelt die Zeitlosigkeit dieser Tage wieder, gibt es doch keinen wirklichen Rhythmus, geschweige denn einen erkennbaren Beat. Es hat gewisse Ähnlichkeiten zu Stücken, die Brian Eno und Robert Fripp in den 70er Jahren zusammen zum Beispiel auf dem Album Evening Star aufnahmen. Legendär ist die Verwendung später sogenannter genannter Frippertronics, ein Vorläufer digitaler Delay-Effekte, die mit Bandmaschinen erzeugt wurden. Die Klänge des vorliegenden Stückes werden von einer Gitarre erzeugt, die sehr lange Töne spielt und keinen Attack (Einschwingverhalten) aufweist, weil der Lautstärkeregler erst nach dem Anschlag aufgedreht wird. Dabei wird eine Gitarrenspur um eine Oktave nach oben versetzt, verändert und rückwärts gespielt. Eine weitere Kopie der Spur wird ebenfalls verlängert und um eine Oktave nacht unten versetzt. Alle Klänge werden mit einem sehr langen Delay (Echo) versehen und tragen die Töne in eine weite Ferne. Hinzukommt eine Linie, die mit einem Streichsound der Spitfire Audio Serie Labs in Form eines kleinen Weihnachtsgeschenkes ins Haus trudelte. Im Grunde werden nur Töne eines Bb Dreiklanges mit Zusatztönen gespielt und geben dem ganzen Stück etwas sehr zeitloses mit auf den Weg.

merry christmas

Zum Abschluss des Jahres gibt es einen kleinen Weihnachtsgruß in Form einer Klangcollage. Wer frühere Beiträge aufmerksam verfolgt hat, dem dürfte nicht entgangen sein, dass die Seite freesound.org eine wunderbare Quelle für Klänge von Amateuren zum Collagieren ist. Ich habe den Begriff „Christmas“ eingegeben und aus den Ergebnissen ein kleines Sounddesign gebastelt und grüße euch damit herzlich zu Weihnachten. Ich hoffe, dass ihr meine Seite auch nächstes Jahr wieder besucht.

merry christmas


Das Beitragsbild zeigt ein illuminiertes Weihnachtshäuschen unseres Hausflures, welches aktuell zur Weihnachtszeit aufgestellt ist.

pianologie three

In dieser vorweihnachtlichen Adventszeit brauchen wir mal wieder etwas Besinnliches, so dachte ich mir und ein neues Stück aus der beliebten „Ologie-Reihe“ wäre eigentlich mal wieder angebracht. Wie ich unlängst herausfinden konnten, firmieren solche minimalistischen Stücke unter dem Oberbegriff generativ music (generative Musik). Ich glaube, ich hatte etwas anderes gesucht, stieß dann aber auf eine Präsentation eines finnischen Programmierers, der sich dem Thema gründlich gewidmet hat, auch in die Historie der Musikgeschichte dieses Themas einsteigt und sich mit Stücken des Minimal Komponisten Steve Reich beschäftigt. Dessen Stück pendulum music wurde von dem berühmten und von mir sehr geschätzten Sounddesigner und Klangkünstlers Brian Eno in seiner music for airports aufgegriffen und erweitert. Hier eine kleine Linksammlung dazu. Diese Beiträge sind extrem interessant, möchte man sich mit dem Thema generative Musik befassen.

generativ music (links)

Mein heutiges Stück verwendet zwei Techniken, die das generative und repetitive Element ausmachen. Zum einen werden pro Spur Arpeggiatoren verwendet und gleichzeitig wird jeder klangliche Output mit einem sehr langen Delay (Echo) belegt, sodass die einzelnen Motive zunächst miteinander verschmelzen und sich dann langsam allmählich sozusagen „aus dem Staub machen“. Dabei entwickeln die Melodie schnell ihren ganz eigenen Zauber. Was damit gemeint ist, merkt man ganz schnell, wenn man sich das Stück anhört (→ Anspieltipp!) Wem solche Musik Freude macht, dem darf ich gerne vorherige Arbeiten der Ologie-Reihe ans Herz legen, die ich als frühere Beiträge gepostet habe: pianologie one, player piano (pianologie two) und stringologie one. Diese Reihe möchte ich unbedingt fortsetzen.

pianologie three


Das Beitragsbild zeigt die Fliesen unseres Hausflures. Die Fliesen wurden leicht in Richtung Brauntöne verändert. Man könnte fast meinen hier handelt es sich um ein Mandala.

forlon window

Forlon window ist zugegebenermaßen ein eigenartiger Titel. Das Stück erhält seinen Titel, weil es im Grunde ein soundalike – zumindest aber eine starke Inspiration – des Stückes abandon window des Electronic Künstlers Jon Hopkins ist. Ich habe ein anderes Wort für „abandon“ gesucht und meine mit „forlon“ fündig geworden zu sein. Hopkins bedient hier einen echten Flügel, sonst kennt man ihn mehr als DJ, wie er seine Controller und Sampler bedient. Jon Hopkins kannte ich vor zwei Wochen noch nicht, bin aber auf ihn gestoßen, weil ich einer Radio Playlist des von mir sehr geschätzten DJ Bonobo auf Spotify lauschte und Jon Hopkins plötzlich darin auftauchte.

Spotify wird von mir normalerweise auch selten angestellt, weil unser Haushalt aber neuerdings einen Spotify Familienzugang hat, habe ich mal geschaut, was man bei Spotify so alles findet. Und es kommt noch etwas Zweites hinzu: Nachdem ich in den letzten Wochen ja meine CD „ein bisschen hören“ als digital/analoges Produkt veröffentlicht habe, wird seit einigen Tagen meine CD „opia“ – die in einem Stück zur CD „ein bisschen hören“ und dem Cover verändert ist – bei sämtlichen Streamingdiensten, wie Spotify, Apple Music, iTunes, Google Play, Amazon, Napster als digital/gigitales Produkt gelistet. Dies ist durch einen Interdienst namens distrokid möglich, der für eine Gebühr die Anmeldung bei den Streamingdiensten übernimmt. Wer möchte kann mich also jetzt auch bei den Streamingdiensten unter dem Artist-Name falkbossa finden. Bei Spotify gab es innerhalb einer Woche 9 Hörer. Ich hätte gerne meinen Namen „falk“ verwendet, aber es gibt so viel Künstler, die unter diesem Namen firmieren, dass ich davon abgesehen habe, um etwas mehr Eigenständigkeit zu haben. Also, bitte nehmt mich in eure Playlist auf!

forlon window


Nun aber zurück zu dem Stück „forlon window“. Wie gesagt ist es eine Art Soundalike. Jon Hopkins erzeugt mit einfachen Akkorden eine wundervolle Stimmung. Ein Hörer hat sich die Mühe gemacht das Stück „abandon window“ zu trankripieren und das Ergebnis zu teilen. Die Voicings der Akkorde bestehen aus einer Quinte und einer Dezime. Dieses Voicing habe ich in meinem soundalike benutzt, indem ich einen Player so programmierte, dass das gewünschte Voicing zu hören ist. Das Notenbeispiel zeigt die gehörten Klänge eine Oktave höher, damit man es besser lesen kann. Gespielt wird dies von einem sehr unaufdringlichen Klavierklang (Spitfire Audio Soft Piano Labs), der durch starke Kompression und einem Delay (Echo) stark verlängert wird. Unterstützt werden die Akkorde durch sehr tiefe Bässe, die man unbedingt mit einer richtigen Anlage anhören sollte, auf dem Smartphone sind sie leider nicht zu hören.

Das Beitragsbild zeigt ein Schaufenster eines Lebensmittelladens in Fladungen und wurde 2017 aufgenommen. Es passt ja ausgezeichnet zu dem Titel „verlassenes Fenster“. Mir ist bis heute nicht klar, was ich da fotografiert habe: Ist es eine Momentaufnahme längst vergangener Tage, handelt es sich um ein Museum und/oder haben die ehemaligen Besitzer schlagartig das Geschäft verlassen und damit ein Bild wie vor 15 Jahren (oder noch früher?) konserviert. Ich weiß es nicht!

opia

Opia bedeutet „die zweideutige Intensität, jemandem in die Augen zu schauen“, so das Dictionary of Obscure Sorrows von John Koenig. Wie ich auf diesen Titel gekommen bin? Die britische Soundschmiede Spitfire Audio hat mal wieder eine kleine Soundkollektion innerhalb ihrer Labs Serie veröffentlicht. Diesmal hat der Komponist und Interpret Olafur Arnalds Künstler für ein Festival zusammengebracht, die Gruppe oder Aktion als „Opia“ bezeichnet und gleichzeitig genauso auch eine Zusammenstellung von Klängen benannt, die fast ausschließlich in meinem Stück „Opia“ Verwendung finden. Hinzu kommt noch ein spezieller Schlagzeugbeat aus der Moonkits Serie und den ich deswegen in das Stück einfließen ließ, weil ich damit wiederum an einer Competition teilnehmen konnte. (Competitions machen mir im Moment sehr viel Freude, wie man auch schon im Beitrag really now fest. reptile rooms nachlesen kann.)

Das Stück hat diesmal die von mir sehr ungeliebten 120 bpm (beats per minute). 120 bpm sind bei mir deshalb so unbeliebt, weil sie sich sehr schnell einschleichen. Die meisten digitalen Musikprogramme starten einen neuen Song immer mit 120 bpm. So gibt es sehr viele Stücke mit diesem Tempo und dies macht doch das Leben langweilig, oder nicht? Dabei ist die Wahl des richtigen Tempos für ein Stück von herausragender Bedeutung, damit eine Stück seine individuelle Wirkung erzielen kann. Im großen Netz werden bezüglich elektronischer Musik ganze Genres aufgrund ihres Tempos unterschieden. Den Zusammenhang zwischen Tempo und EDM Genre kann man beispielsweise in diesem Artikel nachlesen. Die folgende Tabelle habe auf einer Seite der Audiosoftwarefirma izotope gefunden und gibt einen möglichen Zusammenhang von Tempo (Beat) und Genre wieder. Andere Autoren ordnen anders zu. In diesem Zusammenhang möchte ich an den Beitrag cinematic sign erinnern. Hier hatte ich eine Flow-Chart zu den verschiedenen Genres veröffentlicht.

GENREBPM
Hip Hop85–95 BPM
Glitch Hop105–115 BPM
Techno120–125 BPM
House115–130 BPM
Electro128 BPM
Dubstep140 BPM (with a half time, 70 BPM feel)
Drum and Bass174 BPM

opia


Das Beitragsbild habe ich im Herning Museum of Contemporary Art während einer Exkursion in die dänische Stadt Herning aufgenommen, um zu erkunden, wie die Dänen mit der Digitalisierung in ihren Schulen umgehen, und stellt ein Zufallsprodukt dar. Ich wollte einen Kinosaal innerhalb des Museums ablichten und habe erst später gemerkt, wie stark verwackelt das Bild ist. In diesem Fall gefällt mir allerdings das Ergebnis, fast wie richtige moderne Kunst.

halloween

Jetzt war es wieder soweit. Die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November wird vielerorts als Halloween gefeiert und erfreut sich insbesonders bei den Kindern großer Beliebtheit, allein einige Erwachsene auch an diesem Fest Gefallen finden. Die Kinder haben nunmal Spaß an der Verkleidung, Süßigkeiten springen auch heraus, wenn sie von Haus zu Haus ziehen und der Mensch ansich nimmt gerne offensichtliche Gründe her, um ein Fest zu feiern. Ich selber habe kein Spaß an Halloween, nicht weil ich ein humorloser Mensch bin, sondern weil ich immer der Meinung war, bei Halloween handelt es sich um ein amerikanisches Fest. Und amerikanische Festbräuche brauche ich eigentlich nicht. Man spricht von einem sogenannten kulturellen Re-Import. Schaut man sich allerdings im großen Netz zu dem Thema um, merkt man schnell, dass die ganze Geschichte so einfach auch mal wieder nicht ist. Eine große Gruppe meint, dass das Halloweenfest auf sehr alte keltische Gebräuche zurück geht (‚Samhain‘ heißt der Tag zum Abschied von der hellen Jahreszeit und das Fest des Erntedanks.), andere sehen mitteleuropäische Feste als ursprünglich an. Manche andere können Zusammenhänge mit der Christianisierung herstellen. Die Christen waren ja stets bemüht ihre Feste – in diesem Fall Allerheiligen – mit heidnischen Festen zu verschmelzen, um der Bevölkerung die Akzeptanz der christlichen Feste zu erleichtern. Petra vom Atelier Tetebrec in Frankreich schreibt dazu interessante Dinge, auch beim Weserkurier lohnt es sich nachzulesen und ein teilweise anderes Bild wirft Timo innerhalb seines Blog(s) auf das Thema Halloween.

Auch gefällt mir die Nähe Halloweens zu dem Genre des Horrorfilms fast gar nicht, alldieweil ich überhaupt kein Horrorfilm Zuschauer bin. Was allerdings auf mein Interesse stößt, sind die Sounddesigns in Horrorfilmen oder Psychothrillern. Da finde ich sehr spannend, wie die skurrilen Klänge gemacht und erzeugt werden und welche Wirkung sie entfalten.

Daher war ich auch sofort wieder von einer erneuten Competition zum Anlass Halloweens begeistert – das Wort passt ja gerade gut in den Zusammenhang – und habe einen auditiven Beitrag „zusammengeschraubt“. Gesucht wird eine Stück, dass Schauer bei den Zuhörern erzeugt. Erlaubt war alles unter der Bedingung, dass man aus einem Ordner mit bestimmten Klängen mindestens einen dieser Klänge verwendet. Ich habe mehrere dieser Klänge in das Stück einfließen lassen. Herausgekommen ist eine Komposition mit einer speziellen Atmosphäre. Einige der zu hörenden Melodien werden durch Zufallsgeneratoren errechnet.

halloween


Das Beitragsbild ist abermals ein Foto meines Lieblingsmotives, allerdings diesmal in einer sehr dunklen Ausführung. Hast du es erkannt? Schreibe mir, die richtige Antwort erhält einen Preis!

the sound of silence

Compose 1 minute of sound about „Silence“, and describe your choices/idea. Ich interessieren mich momentan sehr für die vielfältigen und netten Competitions bei metapop. Anlässlich des Eufonia Festivals, welches just an diesem Wochenende in Berlin stattfindet, begegnet man auf der Seite eine Einladung zur producer competion mit dem Thema the sound of silence. Nun würde man ja direkt denken, eine Minute „sound“ und gleichzeitig „silence“, ein Widerspruch in sich, ein nicht lösbares Rätsel. [Mein Nachbar klärte mich darüber auf, dass man so etwas ein conundrum nennt, aber dies nur sei nur nebenbei erwähnt.] Wenn wir uns aber erinnern, wie in einem Film Stille dargestellt wird, müssen wir feststellen, dass Stille dort niemals mit NICHT-KLANG einhergeht, also es die totale Stille meistens nicht gibt. Vielmehr begegnet man einem Klang von Wassertropfen, den Sound von Wind, sehr tiefe lange Töne oder sogenannte UKOs (Zur Klärung dieses Begriffs bitte den Beitrag always on nachlesen), um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Milosz Jeziorski hat sich in dem ausgezeichneten Beitrag music vs. silence mit dieser Thematik beschäftigt und gibt einige sehr interessante Gedanken dazu preis.

Ich fand die Idee auf jeden Fall sehr spannend und habe selbst eine Minute Stille erzeugt, die keine Stille ist, sondern doch deutlich ein sounddesign im Sinne Jeziorski. Ich bin sehr erstaunt wie vielfältig die Beiträge der Einsender sind und mit welchen Worten sie die Einsendungen beschreiben. Schaut bitte mal selbst bei dieser Seite von metapop nach. Ich habe als Ausgangsmaterial eine soundscape Aufnahme verwendet (sonntagmorgen) und diese mit dem schon mehrfach erwähnten Grain-Sampler verändert. Dazu gesellt sich u.a. auch eine Aufnahme mit Eiswürfeln in einem Weinglas (Beitrag holiday on ice). Die Klänge wurden mehrfach in ihrer zeitlichen Ausdehnung sowie in ihrer Tonhöhe verändert und erneut hinzugenommen (resample).

the sound of silence


Das Beitragsbild wurde vorletztes Jahr im Januar an einem Sonntagvormittag aufgenommen. An einem Sonntagmorgen stellt sich manchmal eine besondere Stille ein.

really now feat. reptile room

Beim vorletzten Beitrag war ja zu lesen, dass über die Seite metapop eine Reihe von Remixes und Competition angestoßen werden. Das Format gefällt mir: Man bekommt als Musiker, Komponist und Sounddesigner eine konkrete Aufgabe und Klangmaterial (sample und sounds) gestellt, um daraus einen Song zu kreieren. Manchmal macht gerade das sehr viel Freude, sich in einem gesteckten Rahmen des kreativen Raumes bewegen zu müssen, weil es die Anzahl an Entscheidungsmöglichkeiten eingrenzt. Mein schon öfters erwähnter Freund P. schickte mir – wie schon einmal geschehen (vgl. das Stück whats ap P.) über WhatsApp eine Gitarren Loop, die ich als Ausgangslage für das Stück zurechtschnitt. Die Stimme der Sängerin der Gruppe Reptile Room aus Atlanta mit ihrem Stück Games und Teile des Schlagzeugtracks des Stückes, ergänzten mein Arrangement. Vor zwanzig Jahren startete u.a. die Audiosoftwarefirma Steinberg erste Versuche, Musikern über das Internet Kollaborationsmöglichkeiten zu verschaffen. Bei einer Session müssen die Musiker nicht mehr zwingend an einem Ort zugegen sein. Mittlerweile hat sich die Technik und damit verbundenen Brandbreite so weiterentwickelt, dass kollaborative Musikprojekte am Rechner in Echtzeit möglich sind.

really now fest. reptile room


Und hier die ursprüngliche Gitarren-Loop meines Freundes P. Das ursprüngliche Stück wurde mit „echt jetzt“ betitelt.

echt jetzt


Das Beitragsbild wurde im Sommer 2019 beim Rundgang der Kunsthochschule in Kassel aufgenommen und stellt ein sogenanntes ready made dar. Bei dem jährlichen Rundgang der Kunsthochschulen stellen die Studenten ihre Arbeiten aus und öffnen dazu ihre Ateliers.

cd „ein bisschen hören“

Diesmal gibt es keinen gesonderten Audiobeitrag, sondern ich kündige an, dass ich seit langer Zeit mal wieder eine CD veröffentlicht habe. Dabei geht es darum, den Menschen, die Musik nicht über Youtube, den Browser oder anderen Streamingdiensten hören wollen, die Möglichkeit zu geben meine Musik zu hören. Die CD falk • ein bisschen hören hat 18 Tracks und ich hoffe, die Auswahl und Reihenfolge ist mir gelungen. Folgt man dem Link, wird die Trackliste angezeigt. Die Titel sind zu den jeweiligen Beiträgen des Stückes verlinkt und man kann die kleinen Geschichten nachlesen, die zu den Stücken gehören.

Man darf die CD direkt bei mir abholen oder bestellen oder sich die Audiodateien herunterladen, um diese zu brennen.

Das Beitragsbild setzt sich aus Bildern älterer Beiträge zusammen, die jeweils für ein Stück stehen.

metropolis

Vorgestern flatterte eine Email ins Haus mit der freundlichen Aufforderung sich bei einer filmscore competion der Firma metapop zu beteiligen. Mit Unterstützung der Firma Native Instruments, die ja bekannt ist für ihre umfangreichen Sample Libraries, wurde ein einminütiger Filmtrailer des Films Metropolis aus dem Jahre 1927 sowie ein Ordner mit ein paar Sounds zur Verfügung gestellt . Die Aufgabe des Wettbewerbs besteht darin eine neue Filmmusik zum Trailer zu schreiben und mindestens einen Sound des Ordners zu verwenden. Ich persönlich habe sogar einige der angebotenen Klänge verwendet und mit meiner DAW Reason 11 Studio verarbeitet. Das Ergebnis zeigt der Youtube Film.

Der Film Metropolis ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Man kann ihn sogar auf Youtube anschauen, denn er wird mittlerweile als public domain (gemeinfrei) gelistet. Ich empfehle allen Interessierten sich dazu den Wikieintrag durchzulesen. Der Film ist der erste Film, der einen Eintrag in das Welterbe der UNESCO geschafft hat, noch bevor verloren gegangene Teile des Filmes 2008 in Argentinien gefunden wurden und die Rekonstruktion des Materials vollständig machten. Metropolis gilt als erster großer Science Fiction Film in Spielfilmlänge, beschränkt sich aber nicht auf Actionfilm Inhalte, sondern ist ein expressionistisches Werk zur Gesellschaftskritik möglicherweise aus einer marxistischen Sicht. Die Filmmusik des Komponisten Gottfried Huppertz gilt als legendär, es wird behauptet, dass Richard Wagner eine große Inspirationsquelle war. Hier kann man sich den originalen Klavierauszug anschauen. Die folgende Audiodatei ist etwas länger, als die Youtubeversion und daher hat sie das gelungenere Ende, da sie nicht – nicht wie in der Videoversion – abgeschnitten ist.

metropolis trailer


Das Beitragsbild zeigt ein Kunstwerk zu einer möglichen Maschine und passt daher ausgezeichnet zum Film Metropolis. Ich habe es 2018 beim Computer Communication Congress des Chaos Computer Clubs CCC (35C3) im sogenannten Sachsenpark aufgenommen. Da der Film Metropolis ja in S/W aufgenommen ist, muss das Beitragsbild natürlich auch in einer S/W Version gezeigt werden.

way to death II

Bleiben wir noch einmal bei der Ausstellungseröffnung, die ich im vorherigen Beitrag angekündigt habe. Bevor die Ausstellung offiziell eröffnet wurde, gab es in der Nähe der Ausstellungsräume eine Einführung zum Thema. Die Besucher trafen erst danach nach und nach ein und ich hatte mir zur Aufgabe gemacht, die Räume in eine unaufdringliche, hindoch nicht unbedingt unbeschwerte Klangtapete zu tauchen, um der Stimmung eine akustische Note zu verleihen. Dabei habe ich mich sogenannter generativer Klänge des im vorletzten Beitrags erwähnten modularen Klangerzeugers complex bedient, die ich mit verschiedenen Lautstärken ineinanderfließen ließ, um so eine klangliche Textur zu erzeugen.

way to death II


Das Beitragsbild zeigt Arbeiten der Künstlerin Christine Reinckens, die auch ausstellende Künstlerin der Ausstellung war.