arvomata one

Die Welturaufführung des Stückes „ArvoMata One“ für Mensch & Computer fand auf dem Gelände des Weltkulturerbe „Zeche Zollverein“ in Essen  am 24.07.2016 statt – siehe hierzu das Beitragsbild, welches in der Zeche aufgenommen wurde. Zu dem Begriff „Welturaufführung“ oder dem Akronym „WUA“ habe ich einen schönen Artikel von Stefan Fricke aus dem Ensemble Modern Magazin Nr. 45 gefunden. Der Name »ArvoMata« ist ein Kunstwort. ArvoMata One ist das erste Stück einer Reihe. Es setzt sich aus dem Namen des estnischen Komponisten Arvo Pärt und dem Wort Automat zusammen. Das minimalistische Konzept des Stückes erinnerte mich an Werke Pärts. Ausgelöst werden die Töne von einem Automaten, einem sogenannten Player in einer Digitalen-Audio-Workstation-Umgebung (DAW). Das Spielen einer Taste löst eine ganze Reaktion – hier verschieden klingende Töne hintereinander – aus, gleichsam eines Automaten. Die Komposition ist bewusst gewollt. Aus der Unzahl der möglichen Modelle, werden lediglich vier verschiedene Modelle, hier „cells“ genannt, verwendet und in einer bestimmten Reihenfolge wiederholt. In der Studioversion schließt sich eine komplette Wiederholung mit einem „padsound“ an.

Am Klang habe ich etwas herumgedreht. Die Idee für den Sound des Pianos bekam ich von dem Intro des Filmes »Snowpiecers« mit der Musik von Marco Beltrami, ein iranischer und in den USA lebender Komponist. Da habe ich gedacht, „Mensch, so einen gedämpften Piano Sound müsste man doch hinbekommen“. Einen nicht unerheblichen Anteil an der Komposition haben die »Player« Funktionen in Propellerheads Reason.

Der in Berlin lebende Klangkünstler Wolfram der Spyra schrieb netterweise zu „ArvoMata One“:

Das Stück gefällt mir ausgesprochen gut. Simpel und doch komplex, erwartungsgemäß und doch überraschend – großartig! Der Rechner nicht nur als „schlechterer Mensch“, sondern die einzige Lösung, das Stück zu spielen. Repekt Zollverein!

„Arvomata One“ wird im Rahmen der „Klangland 17 Ausstellung“ mit dem passenden Titel MASCHINENMUSIKMASCHINEN in Kassel ab dem 08.12.2017 im Kunsttempel aufgeführt werden.

Die Studiofassung von „ArvoMata One erklingt hier:

arvomata one