old time funk

Funk ist ursprünglich eine Musik afroamerikanischer Musiker. Dabei handelt es sich um eine Spielart der Soulmusik, die wiederum Einflüsse aus Jazz, Rhythm & Blues und Rock ´n´Roll verarbeitete. Funk beeinflusste stark auch moderne Spielarten wie HipHop und House. Funk und Fusion bzw. JazzRock liegen teilweise eng beieinander.

Über Funk lässt sich nachlesen:

Die Bedeutung des Begriffes „Funk“ geht auf afroamerikanischen Slang der 1950er Jahre zurück, in dem „funky“ ein Synonym für „erdig“, „schmutzig“ oder auch „erregt“ war. Die anfängliche Bedeutung des Wortes war Rauch, schlechter Geruch. Erstmals im Zusammenhang mit afroamerikanischer Musik erscheint der Begriff um 1900 in einem (in Aufnahmen nicht überlieferten) Proto-Jazz-Stück von Buddy Bolden, das, der Überlieferung nach, entweder den Titel „Funky Butt“ oder aber „Buddy Bolden’s Blues“ hatte (von einem festen Titel ist für diese Zeit nicht auszugehen), wobei sich das „funky butt“ (stinkiger Hintern) im Text auf die schweißgetränke Atmosphäre in den Tanzlokalen bezog, in denen Boldens Band aufspielte.

wörtlich zitiert aus dem Wikipediaeintrag zu Funk

Der heutige „snapshot“ ist rhythmisch auch nicht „ganz sauber“, zwar schön synkopisch und rhythmisch treibend, aber nicht 100% exakt gespielt und daher ein wenig „dreckig“, ganz nach der Wortbedeutung des Wortes „funky“. Tipp: Das Stückchen direkt mehrmals hintereinander hören, denn der bald einsetzende Sologitarrenpart entpuppt sich dann als echte Melodie und dies hört man dann auch, wenn sie wiederholt wird.

Wer jetzt ein bisschen mehr über Funkmusik erfahren möchte, dem sei dieses aufschlußreiche Youtubevideo über die Geschichte der Funkmusik empfohlen.

Das Beitragsbild habe ich letztes Jahr bei der Terasse des Pfannkuchenhauses in Hüddingen aufgenommen. Das von zwei Niederländern betriebene Pfannkuchenhaus erinnert mit seiner Ausstattung an einen Setzkasten, wie sie in früheren Zeiten als Möbelstücke verbreitet waren, nur in groß. Der Clown kommt auch ein wenig „oldschool“ rüber.

rostnomo

Rostnomo ist der Name eine Synthesizers, der zufällig Klänge erzeugt. Man drückt einen Knopf und schon zaubert das Gerät einen neuen Klang. Drei von diesen Instanzen habe ich benutzt um wiederum mit einer zufällig erzeugten Tonhöhenspur gefüttert, die Grundlage für den heutigen Beitrag zu erzeugen. Das ganze wurde dann resampelt, – also das sample nochmals gesampelt – mit Celloklängen ergänzt und erneut „resampelt“, wobei eine Spur in umgekehrter Reihenfolge zu hören ist. Hier wurde jetzt mein geliebter Spitfireaudio Labs Chor dazugekommen. Das ganze habe ich dann nochmals vom Webdienst Schnalz mastern lassen.

Wer seit einigen Monaten mein blog aufmerksam verfolgt, dem ist nicht verborgen geblieben, dass ich Sounds liebe, die eigentlich gar nicht den Gepflogenheiten der Musik Folge leisten. Musik im herkömmlichen Sinne hat in verschiedenen großen Anteilen Melodie, Harmonie, Rhythmus und Form, die nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten wie Tonart und Zusammenklang funktionieren. Aber auch Gewohnheiten können bestimmte Formmodelle wie zum Beispiel Verse-Chorus-Strukturen (Strophe & Refrain) ausbilden und gelten dann gemeinhin als Musik. Hierzu gibt es einen lesenswerten Artikel von dem Musipsychologen Karsten Schäfer, der die gleiche Auffassung vertritt.

Diese Stück hier besteht eigentlich nur aus Klang bzw. sogenannten Klangtrauben, die in der modernen klassischen Musik auch gerne als Cluster oder Texturen bezeichnet werden. Hört selber einmal hin und fragt euch: Ist dies Musik? Und wenn ihr zu einem Ergebnis gekommen seit, dann bitte, teilt mir das mit!

Das Beitragsbild zeigt die Zuckerfabrik in Wabern. Es handelt sich, wie ihr ja schon herausbekommen habt, um eines meiner Lieblingsmotive. Auch diesmal wurde es grafisch leicht verändert. Ich habe diese Motiv, was hier allerdings zu einer anderen Zeit an einem anderen Datum aufgenommen wurde, in einer anderen Form schon mal für den Beitrag a swell to help you sleep benutzt und lege euch diesen erneut warm ans Herz.