dunetune • drumming

Jetzt geht es mit dem nunmehr fünften Stück der Dunetune Reihe weiter. Wie der Titel schon verrät, spielen diesmal diverse Trommeln und Percussioninstrumente aus dem afrikanischen Raum wie Djembe und Darbuka eine größerer Rolle. Über den dichten Rhythmus in einem eher gemächlichen Tempo spannen sich sage und schreibe sechs verschiedene melodische Ideen.

Das Beitragsbild ist eine Fotografie von der documenta 15 im Hübner Areal , die unlängst zu Ende ging. Zu sehen ist ein Wandteppich oder Tuch aus Mali, welches im Rahmen des Fondation Festival sur le Niger ausgestellt wurde. Die verwendeten Farben erinnerte mich an mein Sanddünenthema und aufgrund des Herkunftslandes ist es auch eine passende Wahl.

Ein Schweizer Kunstphilosoph dessen Namen ich nicht mehr parat habe, äußerte sich mit dem Satz, die documenta 15 wäre gleichzeitig die schlechteste und beste documenta, die bisher stattgefunden hätte. In gewisser Weise kann ich dies nachvollziehen.

Ich möchte nicht über die meiner Meinung nach unnötigen sogenannten Skandale um angeblich antisemitische Kunstwerke reden, die die Documenta 15 ausgelöst hat, denn für mich waren dies übertriebene Meinungen, die in den Medien zu stark hochgekocht wurden. Was mir sympathisch war, ist die Tatsache, dass diesmal wahrhaftig Ausschnitte aus der Kunst der Welt einen Raum bekamen, von der man sonst nicht viel mitbekommt, weil die Kunst gerade der Südhalbkugel im kommerziellen westlichen Kunstgerangel oft gar keine Rolle spielt. Ja, es wurden Kunstwerke gezeigt, die vielleicht nicht einem professionellen Anspruch genügten, ja, es wurden auch eine Menge Dokumentationen gezeigt, die nicht den Anspruch auf ein Kunstwerk hatten, allerdings bekamen Künstler aus Ländern eine Stimme, die wir westlichen Kunstbetrachter sonst wenig bis gar nicht wahrnehmen und wir Westeuropäer dürfen uns wirklich auch mal mehr Gedanken über das Kulturleben gerade in ärmeren Ländern machen.

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